Bislang kein EHEC in Rheinland-Pfalz

Bislang kein EHEC in Rheinland-Pfalz - aber Verluste

EHEC - Problem für Verbraucher und Landwirte. Landesregierung abgetaucht.

Die sich ausbreitenden EHEC-Infektionen verunsichern nicht nur Verbraucher, sondern auch Gemüse- und Obstbauern in Rheinland-Pfalz. Enorme Umsatzeinbußen bringen die Landwirte in Existenznöte. Die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, besuchte gemeinsam mit den Agrar- und Verbraucherpolitikern, Christine Schneider, Dorothea Schäfer und Johannes Zehfuß den Pfalzmarkt in Mutterstadt. Die Landesregierung ließ sich bisher nicht sehen.

"Es ist verständlich, dass die Verbraucher verunsichert sind. Schließlich gibt es bereits 14 Tote in Deutschland, und der Ursachenherd ist noch immer nicht bekannt. Die Bundesregierung hat eigens einen Krisenstab eingerichtet. Klar ist, dass die bisherigen Proben, die die Verantwortlichen vom Pfalzmarkt in Auftrag gegeben haben, alle ein gutes Ergebnis hatten. Es gibt nach jetzigem Kenntnisstand keine Hinweise, dass Produkte aus Rheinland-Pfalz betroffen sind. Das Qualitätsmanagement ist vorbildlich, es wird keine Rindergülle zur Düngung des Gemüses eingesetzt. Umso härter treffen die unverschuldeten Umsatzeinbußen die Landwirte in Rheinland-Pfalz. Täglich sind es bis zu 200.000 Euro, die alleine dem Pfalzmarkt ausfallen, weil es Stornierungen des Handels gibt", erfuhr Julia Klöckner.

"Wo aber ist die Landesregierung? Ist sie abgetaucht? Keine Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Höfken ist weit und breit bei den Landwirten zu sehen", ärgert sich Landwirt und Landtagsabgeordneter Johannes Zehfuß.

"Wo ist der Verbraucherschutzminister? Selbst heute war noch kein Hinweis auf seiner Internetseite für die Verbraucher zu finden", moniert die Verbraucherpolitikerin Dorothea Schäfer.

"Man merkt schon jetzt, dass es ein Fehler war, den Verbraucherschutz willkürlich ins Justizministerium zu stecken. Besser wäre er bei der Ernähung, Umwelt und Landwirtschaft aufgehoben gewesen. Ein Totalausfall!", konstatiert Agrarexpertin Christine Schneider.

Wichtig seien nun schnelle Lebensmitteltests, anhand derer die Landwirte nachweisen können, dass ihre Ware unbedenklich ist. Die Landesregierung ist aufgefordert, sich um Schnelltests zu kümmern, denn jeder Tag, der verstreiche, sei ein wirtschaftlicher Nachteil für die Betroffenen. Auch forderten die Christdemokraten die Landesregierung auf, umgehend ein Konzept zur Unterstützung der betroffenen Landwirte vorzulegen.