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Mai 2021

Anne Sander MdEP und Christine Schneider MdEP setzen sich für Zweisprachigkeit ein

By | Pressemeldungen, Wahlkreis

Anlässlich des 8. Mai, dem symbolischen Tag für Frieden, die deutsch-französische Aussöhnung und die europäische Integration, habe ich gemeinsam mit Anne Sander eine öffentliche Petition an den Petitionsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags unterzeichnet, in der wir die Fortführung des Programms „Lerne die Sprache des Nachbarn“ forderten, welches das Land eingestellt hat.

 

„Mit unserer Unterschrift möchten wir den Eltern, die diese öffentliche Petition eingereicht haben, unsere volle Unterstützung ausdrücken. Wir hoffen, dass diese Initiative an der gesamten Rheingrenze und in anderen europäischen Grenzregionen ein Echo finden wird.“ So die beiden Abgeordneten. „Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger bitten, die Petition ebenfalls zu unterstützen und damit ein Zeichen für das deutsch-französische Miteinander zu setzen.“

Dies ist noch bis zum Dienstag, dem 11. Mai 2021 unter http://petition.initiative-lsn.de möglich.

Für die beiden Europaabgeordneten aus der deutsch-französischen Region am Oberrhein tragen die Offenheit für die Sprache des Nachbarn und das Erlernen dieser Sprache von klein auf zu einem besseren Zusammenleben in der Europäischen Union und insbesondere in den Lebensräumen der Grenzregionen bei. Mehrsprachigkeit, das spielerische Kennenlernen von Traditionen und Lebensgewohnheiten des Nachbarn sind ein unbestreitbarer Vorteil für unsere jungen Generationen und wesentlicher Vektor für eine erhöhte europäische Mobilität.

 

Während das Programm „Lerne die Sprache des Nachbarn“ in den Kindertagesstätten der Süd- und Südwestpfalz seit mehreren Jahrzehnten ein echter Erfolg ist, hat die rheinland-pfälzische Landesregierung, die spezifische Finanzierung dieses Programms ab dem 1. Juli 2021 aufgegeben und stattdessen im Sozialraumbudget verortet. Damit tritt die französische Spracharbeit in direkte Konkurrenz zu wichtigen Aufgaben in der Integrations- und Sozialarbeit. Die finanzielle Ausstattung oder die Nachhaltigkeit des Programms sind so nicht mehr gewährleistet. Ziel muss es sein, dass auch künftig in einem gesondert geförderten Sprachprogramm den Bedürfnissen und Besonderheiten der Grenzregionen Rechnung getragen wird.

Im Landkreis SÜW ist es beispielsweise nur aufgrund des Einsatzes des Landkreises möglich, die Spracharbeit weiterzuführen. Hierfür mussten allein für das Jahr 2021 110.000€ zusätzlich aus eigenen Mitteln des Kreises bereitgestellt werden.