EU-Gelder für die von Wetter-Extremen geplagten Landwirte

Die Europäische Kommission hat in dieser Woche mitgeteilt, dass sie Sondermaßnahmen zur Unterstützung des Wein- sowie des Obst- und Gemüsesektors vorlegen wird. „Ich begrüße die von der Europäischen Kommission getroffene Entscheidung zur Unterstützung der von Wetter-Extremen geplagten Landwirte sehr. Nach den Frösten im Frühjahr, den Hitzewellen im Sommer und den Überschwemmungen vor wenigen Wochen ist es dringend notwendig, die Menschen in den betroffenen Gebieten zu unterstützen. Insbesondere der Weinsektor gehört aufgrund der Schließung von Restaurants und Bars in der gesamten EU wegen der COVID-19-Krise zu dem zu den am stärksten betroffenen Sektoren der Agrar- und Ernährungswirtschaft“, so die rheinland-pfälzische CDU-Europaabgeordnete Christine Schneider.

Durch die geplanten Unterstützungsmaßnahmen werden für den Weinsektor die bereits bestehenden Flexibilitätsregelungen bis zum 15. Oktober 2022 verlängert und Risikomanagementinstrumente wie z.B. die Ernteversicherung stärker gefördert. Der Beitrag aus dem EU-Haushalt zur Ernteversicherung wird u. a. von 70 auf 80 Prozent erhöht.

Für den Obst- und Gemüsesektor wurde die Berechnungsgrundlage für Hilfszahlungen angepasst, damit in Zukunft mehr Betroffene davon profitieren können. So sollen bis zu einem gewissen Grad Landwirte auch dann von der EU-Unterstützung profitieren, wenn sie dafür eigentlich zu wenig produziert haben. Für deren Berechnung wird normalerweise der Wert der Erzeugung zugrunde gelegt und dieser darf nicht weniger als 85 % des Vorjahresniveaus betragen. In Zukunft wird diese Regelung jedoch aufgehoben, wenn der Ernteausfall mit Naturkatastrophen, Klimaer-eignissen, Pflanzenkrankheiten oder Schädlingsbefall in Zusammenhang steht und somit außerhalb der Kontrolle der Landwirte liegt. Können die Landwirte nachweisen, dass sie vorbeugende Maßnahmen gegen das Ereignis ergriffen haben, auf das die verringerte Erzeugung zurückzuführen ist, so wird als Wert der Erzeugung, der für die Unterstützung zugrunde gelegt wird, der Vorjahreswert herangezogen.

 

„Es ist wichtig, dass wir zusätzliche Hilfsmaßnahmen erhalten, um unseren Landwirtinnen und Landwirten bei den derzeitigen existentiellen Schwierigkeiten Unterstützung anbieten zu können“, so Christine Schneider abschließend.