Bessere Designs und Wiederverwendungsmöglichkeiten für Verpackungen

„Wir müssen bessere Designs und Wiederverwendungsmöglichkeiten für Verpackungen finden, die im E-Commerce verwendet werden“, fordert die CDU-Europaabgeordnete Christine Schneider.
Eine nachhaltige Verpackungspolitik kann dabei helfen, Verpackungsmaterialien und CO2-Emmissionen zu reduzieren und einen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Green Deals leisten.

„Wir brauchen Best Practices für die Optimierung von Verpackungen und um Überverpackungen und den unnötigen Transport von leeren Räumen zu vermeiden. Dazu bedarf es neuer Technologien, Materialien und Designs, damit Verpackungen nachhaltiger gestaltet werden und die Verpackungsmenge auf das reduziert wird, was unbedingt erforderlich ist, um für einen sicheren Transport zu garantieren.“

Ich unterstütze daher ein Pilotprojekt, in welchem Möglichkeiten untersucht werden sollen, wie Überverpackungen vermieden und Verpackungen allgemein optimiert werden können.

Immer mehr Europäerinnen und Europäer kaufen online ein. Laut Eurostat stieg der Anteil der Unternehmen mit elektronischem Handel zwischen 2008 und 2018 um 7 Prozentpunkte auf 20%. Mehr als 7 von 10 Internetnutzern tätigten im Jahr 2019 Online-Einkäufe. Und diese Zahlen steigen weiter!

Laut einer Studie des Europäischen Parlaments wirkt sich der Anstieg des elektronischen Handels negativ auf die Umweltverschmutzung aus, die durch die zunehmende Abhängigkeit von Transportdiensten für schnellere Lieferungen und die erhöhte Anzahl bestellter Pakete verursacht wird.
Online-Einkäufe von Unternehmen zu Verbrauchern werden im Vergleich zu Massenartikeln, die an ein physisches Geschäft geliefert werden, zusätzlich verpackt und damit fallen erhebliche Verpackungsabfälle an, z. B. Einwegabfälle aus Kunststoff und Pappe. Pakete sind häufig überdimensioniert, damit die gelieferten Waren den Standardgrößenanforderungen der Transportunternehmen entsprechen. Infolgedessen verbleiben große Mengen an leerem Raum in der Verpackung. Dieser leere Raum ist mit Materialien wie Luftpolsterfolie und Kunststoffpellets gefüllt, die zu dem übermäßig verwendeten Verpackungsmaterial beitragen. Darüber hinaus sind einige dieser Materialien nicht recycelbar.

„Daher ist es angebracht, die Umweltauswirkungen dieser Aktivität zu untersuchen“, so die Europaabgeordnete abschließend.