Höherer medizinischer Selbstversorgungsgrad in Europa

By 4. April 2020Statement

Wir müssen sicherstellen, dass unsere wirtschaftliche Zukunft nach der Aufhebung der gegenwärtigen Beschränkungen gesichert ist und sich erholen kann. Dies gilt auch für unser Gesundheitssystem, das aktuell die Hauptlast dieser Pandemie schultern muss. Wir werden viel aus der Krise lernen müssen.

Priorität hat die Entwicklung eines Impfstoffs und eines Heilmittels gegen das COVID-19 Virus. Wir müssen auch heute an morgen denken: Ein neuer Virus wird erscheinen.

Die Mitgliedstaaten sollten hierzu unseren Vorschlag zur Erhöhung des Forschungs-Budgets um 120 Mrd. Euro für Horizon Europe unterstützen.

Wir müssen an Europas medizinischem Selbstversorgungsgrad arbeiten. Das Coronavirus zeigt, dass wir bei der Herstellung von Arzneimitteln und medizinischer Ausstattung zu stark von Ländern außerhalb Europas abhängig sind. 80 Prozent der Inhaltsstoffe von Antibiotika, die wir in Europa einsetzen, werden in China hergestellt. Dies ist das Ergebnis jahrzehntelanger Fehler in unserer Industriepolitik. Die Produktion von Medizinprodukten muss mittelfristig nach Europa zurückgebracht werden.