In der hart umkämpften Lkw-Branche gibt es künftig fairere Wettbewerbsbedingungen. Das Europäische Parlament hat dazu das so genannte Mobilitätspaket verabschiedet.

Der Interessenausgleich zwischen Ost- und Westeuropa beim Kraftverkehr auf Europa Straßen ist nicht einfach, aber wir brauchen ihn. Der EU-Binnenmarkt lebt vom Handel und vom Güteraustausch. Die Straßenverkehrssicherheit darf dabei nicht zu kurz kommen und Sozialdumping muss verhindert werden. Mit den neuen EU-Standards kann das gelingen. Nach langem Ringen gibt es jetzt auch eine Einigung über flexiblere Regeln zur Einteilung der Lenk- und Ruhezeiten und über das Erfordernis, dass ein Lkw spätestens nach acht Wochen an die heimische Betriebsstätte zurückkehren muss. Damit soll verhindert werden, dass Lkw von Briefkastenfirmen etwa aus Südosteuropa im Dauereinsatz in anderen Teilen Europas unterwegs sind. Digitale Fahrtenschreiber gehören künftig zur Grundausrüstung in den Lkw. Damit werden Kontrollen vereinfacht und Betrug verhindert. Die neuen Regeln gelten auch für leichte Nutzfahrzeuge ab 2,5 Tonnen, wenn sie im grenzüberschreitenden Verkehr unterwegs sind. Die Einigung über das neue Mobilitätspaket ist äußert wichtig, denn schließlich erfolgen 80 Prozent der Gütertransporte im EU-Binnenmarkt per Lkw.