Presseerklärung: Mikroplastik von Kunstrasenplätzen

Aktuellen Schätzungen zufolge gelangen in Deutschland jährlich zwischen 8000 und 11.000 Tonnen Mikroplastik von Kunstrasenplätzen ins Grundwasser. Rund fünf Kilogramm feinstes Gummistreu liegen im Schnitt auf jedem Quadratmeter Kunstrasen. Das ergibt rund 35 Tonnen pro Fußballfeld. Man kann davon ausgehen, dass das Granulat damit der fünftgrößte Verschmutzer der Weltmeere ist.

Die Reduzierung von Plastik ist für mich ein Herzensanliegen.

Es sollte aber grundsätzlich bei Verboten ein gewisses Maß eingehalten werden.
Betroffen von so einem Verbot wären viele Kunstrasenanlagen, welche im Breitensport genutzt werden. Bei einem Verbot von Mikroplastik dürfte kein neues Gummigranulat mehr auf Sportplätzen verwendet oder nachgefüllt werden.
Nachdem mich verschiedene Anfragen von Sportvereinen erreicht haben, habe ich heute dazu eine Anfrage an die Europäische Kommission gestellt.
„Für mich ist zunächst zu klären, ob von diesem Verbot bereits bestehende Sportanlagen betroffen sein sollen. Sollte dies der Fall sein, bräuchten wir unbedingt Übergangszeiträume, damit vor allem dem Amateursport ausreichend Zeit für die Umstellung auf andere Füllmittel zur Verfügung steht,“ fordert die CDU-Europaabgeordnete Christine Schneider. „Neben der Planungssicherheit für unsere Sportvereine besteht dringender Aufklärungsbedarf, wie diese Umgestaltung finanziert werden soll! Deshalb habe ich die Europäische Kommission gefragt, ob ein Förderprogramm für die Vereine im Breitensport vorgesehen wird, um die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen.
„Die Kommission darf unseren Vereinen nicht den Boden unter den Füßen wegziehen und ihnen keine Alterativen bieten“, unterstreicht Christine Schneider.

 

 

Christine Schneider, MdEP
Europäisches Parlament
Rue Wiertz 60, B-1047 Brüssel
Christine.Schneider@ep.europa.eu
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