Die Europäische Kommission hat einen sechsteiligen Aktionsplan für das Vorgehen gegen Geldwäsche und Terrorismus-Finanzierung vorgelegt, dem das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilt hat. Der neue Aktionsplan sendet das richtige Signal an die Mitgliedsstaaten. Die EU kann es nicht länger hinnehmen, dass ihr Binnenmarkt für Finanzkriminalität missbraucht wird. Es geht hier jedes Jahr um Beträge im Milliardenbereich, die direkt der organisierten Kriminalität und dem Terrorismus zugutekommen.

Die Kommission folgt den Aufforderungen des Europäischen Parlaments, die Anwendung der EU-Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche zu harmonisieren und die Zusammenarbeit unabhängig von nationalen Grenzen zu verbessern. Bei der Vorlage konkreter Gesetzgebungsvorschläge Anfang nächsten Jahres muss die Kommission jedoch auch Schlupflöcher in der aktuellen Gesetzgebung schließen. Angesichts der Sicherheitsrisiken, die sich aus der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung ergeben, können wir nicht länger zulassen, dass Unternehmen ihre letztendlichen wirtschaftlichen Eigentümer hinter Strohmännern verstecken.