Überarbeitung der Trinkwasser-Richtlinie

Das Europaparlament hat grünes Licht für die neue Trinkwasser-Richtlinie gegeben. Das Plenum nahm am Dienstag die erzielte Einigung zwischen Parlament und Mitgliedstaaten an. Die neuen Regeln sollen dafür sorgen, dass es in der gesamten EU qualitativ hochwertiges Leitungswasser gibt. Zudem soll es erstmals Grenzwerte für hormonverändernde Substanzen im Wasser geben. Auch die Anteile von Medikamenten, Mikroplastik und weiteren Stoffen, etwa Blei, im Wasser sollen kontrolliert werden. Vorgesehen ist in der überarbeiteten Richtlinie auch, dass an öffentlichen Plätzen und in Gebäuden vermehrt Trinkwasser-Spender aufgestellt werden. Restaurants werden jedoch nicht gezwungen kostenlos Leitungswasser auszugeben.

 

Die neuen Regeln ersetzen eine 20-Jahre alte Richtlinie. Anstoß hierfür gab die Bürgerinitiative „Recht auf Wasser“, mit welcher 1,8 Millionen Europäer einen besseren Zugang zu sauberem Wasser gefordert hatten. Es ist die erste erfolgreiche Initiative dieser Art, die in der EU in einem Gesetz mündet. Die Mitgliedstaaten haben nun zwei Jahre Zeit, um die neuen Vorschriften umzusetzen.